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Die Geschichte der FF Birkenwerder

  • Kategorie: Typography
  • Veröffentlicht: Samstag, 21. Januar 2017 19:11
  • Geschrieben von Super User
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Epochen der Freiwilligen Feuerwehr Birkenwerder (Ein Auszug aus der Chronik)

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Birkenwerder von 1900 bis 1945


Es war am 11. November 1900, als der in Birkenwerder Wohnende pensionierte Feuerwehrmann Spengler sowie Bürger Gottlieb Knopf, Paul Schlosser und Karl Weber im "Gesellschaftshaus" ( ehemals Wietzel ) die Freiwillige Feuerwehr Birkenwerder gründeten. Nach Bekanntwerden der Gründung meldeten sich noch weitere Einwohner und der Wehr gehörten dann 16 Kameraden an. Damals im Jahr 1900, hatte Birkenwerder 1527 Einwohner.
Als Löschgerät stand der neugegründeten Wehr eine Handdruckspritze aus dem Jahr 1806 zur Verfügung. Sie war eine reine Druckspritze ohne Saugvorrichtung. Der Eimer, der durch der Hände lange Kette flog, führte ihr das nötige Wasser zu, ein nach allen Seiten drehbares Strahlrohr schleuderte den Wasserstrahl ins Feuer. Wenn in früherer Zeit die Sturmglocke ertönte, musste jeder Bürger des Ortes zur Brandstätte eilen, um  zu helfen. In jedem Haus mussten Feuerleiter, Feuerhaken und Feuereimer vorhanden sein. Durch die Gründung der Feuerwehr waren nun bestimmte Männer bei auftretenden Bränden zur Stelle.

Am 21. April 1901 erfolgte die Übergabe der neugegründeten Freiwilligen Feuerwehr Birkenwerder, Kreis Niederbarnim, mit Sitz in Birkenwerder durch den Instrukteur Loth im Beisein des Landrates von Tresckow, des Amtsvorstehers Scherel, des Gemeindevorstehers Ostermann und der gesamten Gemeindevertretung.


Die Zahl der Mitglieder betrug jetzt 19 Kameraden, der Oberführer war Kamerad Spengler. Die Feuerwehr war berufen, bei ausbrechendem Feuer oder sonstiger Gefahr in der Gemarkung Birkenwerder sowie im Umkreis von 7,5 km die erforderliche Hilfe zu leisten.

 

Am 7. Juni 1901 wurde eine neue, moderne Handdruckspritze aus der Fabrik von Koebe in Luckenwalde der Freiwilligen Feuerwehr übergeben.


Mitte des Jahres 1903 bekam die Wehr als neues Gerät einen Wasserwagen hinzu. Es wurde auch ein Bespannungsplan eingeführt, nach dem die Pferdebesitzer Albert Brandt, Ernst Bergemann, Martin Iden, Paul Fromm, Otto Daebe, Gustav Schulz und Herr Bruchmann bei Ertönen des Feuerhorns mit ihren Pferden am Gerätehaus die dort befindliche Spritze bespannen mussten.

 

Im Oktober 1907 gründete der Amts- und Gemeindevorsteher Kühn die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz, die dann mit der Ortsfeuerwehr zusammenarbeitete. In der FFw wurde nun ein Fahrradzug gebildet, da nicht alle Kameraden mit den vorhandenen Löschgeräten mitfahren konnten.

1908 übernahm der Schuhmachermeister Schlösser die Wehr; unter seiner Leitung bekam sie eine fahrbare ausziehbare Leiter. 1916 übernahm der Oberbrandmeister Gustav Müller die Freiwillige Feuerwehr.

 

 

1919 hatte Birkenwerder 2891 Einwohner. Im Jahr 1920 betrug die Stärke der Wehr 30 Kameraden. In den Wintermonaten 1922/23 gründete sich eine Feuerwehrkapelle, welche auch öffentlich auftrat. Im März 1925 richtete die FFw ein Schreiben an die Gemeine und forderte die Verbesserung der Geräte sowie die Anschaffung einer Motorspritze und einer Sirene. Die Gemeinde teilte der Wehr mit, dass hierfür keine Mittel vorhanden wären, lediglich über die Sirene würde demnächst entschieden werden. Am 20. September 1925 wurde das 25-jährige Stiftungsfest begangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Festprogramm sah am Sonntag wie folgt aus:

 

  • 06.00 Uhr wecken,
  • 10.00 Uhr Vorführung der Wehr und Angriffsübung,
  • 14.00 Uhr Empfang der auswärtigen Kameraden, dann
  • Festmarsch vom Rathaus zum „Caffee Japan" dort Konzert,
  • 20.00 Uhr Festball im „Caffee Japan" und im „Gesellschaftshaus".

Auf diesem Stiftungsfest wurden drei Kameraden für ihre 25-jährige Dienstzeit ausgezeichnet. Der Amtsvorsteher Piepers übergab der Wehr eine Sirene, welche auf dem Rathaus aufgestellt wurde. Die Stärke der Wehr betrug jetzt 37 Kameraden.

 

 

 

 

 

 

 

 

In einer Dienstversammlung am 20. April 1926 führte der Wehrführer Oberbrandmeister Müller folgendes aus: „Die Entwicklung unserer Wehr hat in den letzten drei Jahren einen erfreulichen Aufschwung genommen. Wenn noch nicht alle Wünsche erfüllt sind, so wird doch die Mitarbeit der Kameraden zur Verwirklichung der gestellten Ziele beitragen." Auch der Gemeindevorsteher nahm das Wort. Er dankte zunächst Oberbrandmeister Müller für seine unermüdliche Tätigkeit in der Wehr und den Kameraden, die sich freiwillig in den Dienst zum Schütze der Bürgerschaft gestellt hatten. Hierbei erwähnte der Redner auch die ersehnte Motorspritze. Er betonte aber, die Wehr möge sich noch gedulden, bis sich die Wirtschaftslage gebes-sert hätte und wies auf das neue, in Aussicht gestellte Feuerwehrdepot hin, das doch auch starke finanzielle Anforderungen stelle. 

Am 29. September 1927 wurde der Freiwilligen Feuerwehr Birkenwerder das neue Depot mit dazugehörender Wohnung übergeben. 

Ende 1928 konnte die langersehnte Motorspritze 1000 Liter beschafft werden. Das war für die Wehr eine große Errungenschaft. Nun entstand die Frage, wie ist die Spritze bei Bränden schnell zu befördern? Glücklicherweise spendete Kamerad Otto Rodewald einen Benzwagen, der die Wehr nur sehr wenig kostete. 

Ein Jahr später bot sich die Gelegenheit, einen Magirus-Löschwagen für 9100 RM zu erstehen. Wie kann der Wagen bezahlt werden? Der Wehrführer nahm Rücksprache mit dem Gemeindevorsteher Max Blank. Dieser gab leider zu wenig Hoffnung Anlass, da die Gemeinde zu der Zeit andere große Ausgaben bewilligt hatte. Der „Briesetalbote" gab einen Aufruf an seine Leser heraus und schilderte die Sorgen der Feuerwehr. Und wieder gab es Spender, auch ein Kredit der St. Sparkasse Oranienburg wurde in Anspruch genommen. 

Im Juli 1929 wurde der neue Automobillöschzug mit einem dreifachen „Gut Wehr" übernommen. 

 

 

Den 37 Kameraden der FFw Birkenwerder standen nun zwei Fahrzeuge, eine fahrbare Motorspritze, eine alte Handdruckspritze und gut 1000m Schlauchmaterial zur Verfügung. Birkenwerder war damit eine der bestausgerüsteten Wehren im Kreis Niederbarnim. 

1930 wurde die Handdruckspritze an die Kolonie Briese übergeben und dort eine Löschgruppe gebildet. Nach 17-jähriger Wehrleitertätigkeit legte der Oberbrandmeister Gustav Müller aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Für die Wehr war es schwer, nach all den Jahren guter Wehrtätigkeit eine neue Kraft zu finden. So wurde der Spritzenführer Otto Rodewald zum kommissarischen Wehrleiter ernannt.

 

 

Eine mechanische Leiter von 18m Länge übergab die Gemeinde der Wehr am 22. September 1936. 

In der Jahreshauptversammlung am 28. Januar 1937 dankte Kam. Rau allen Kameraden für die Tatkräftige Hilfe und Einsatzbereitschaft. Kam Rau gab eine Statistik über die vorhandenen Feuerlöscheinrichtungen der Ortswehr bekannt. 

Ende 1939 erhielt die Wehr ein genormtes Löschfahrzeug mit 1500 l Wasserleistung. Die Wehrstärke betrug 48 Kameraden. Das Sirenenproblem wurde durch die Anschaffung von drei neuen Sirenen gelöst.

 

1940 begeht die Freiwillige Feuerwehr in Folge des Krieges in einer schlichten Feierstunde im „Gesellschaftshaus" ihr 40-jähriges Bestehen. Durch den 2. Weltkrieg bedingt, wurden weitere Bürger zum Notdienst bei der Freiwilligen Feuerlöschpolizei verpflichtet. Bei den verheerenden Bombenangriffen auf Berlin wurde auch das Normfahrzeug und die mechanische Leiter zur Brandbekämpfung eingesetzt. 

    • Stärke der Wehr - 39 aktive Kameraden
    • 1 Lafettenmotorspritze 1000 Liter
    • 2 Kleinmotorspritzen 600 und 400 Liter
    • 1 mechanische Ganzstahlleiter 18m
    • 1 Mannschaftswagen
    • 1 Magirus-Löschwagen
    • 1 Spezial-Waldbrand-Löschzug
    • 7 Hakenleitern
    • 1 Steckleiter und
    • ca. 1100m Schlauchmaterial. 

 

Im Zeitraum unseres Bestehens standen wir zwei Weltkriege durch. Das Ende des 2. Weltkrieges war für die Feuerwehr Birkenwerder katastrophal, Fahrzeuge und Geräte waren nicht mehr vorhanden, nur noch ein fast leeres Depot. Mühsam begannen in dieser Zeit wieder einige Kameraden mit dem Aufbau der Freiwilligen Feuerwehr.  

Kamerad Erich Müller, der die Wehrleitung übernahm, hatte es nicht leicht, die durch die Kriegsauswirkungen verlorengegangenen Fahrzeuge und Geräte zu ersetzen. 

 

 

Die Entwicklung der Feuerwehr Birkenwerder zur Zeit der DDR

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Birkenwerder von 1945 bis 1990

Stolz war er, als im August 1945 ein Tragkraftspritzenanhänger fertig gestellt war, welcher per Hand gezogen werden musste. Die Kameraden gingen ans Werk und in wenigen Monaten, Ende 1945 waren gleich zwei Fahrzeuge in eigener Regie zusammengebaut - ein geschlossener Mannschaftswagen, sowie ein offener Löschwagen. 1946 wurde die FFw mit einer Stärke von 1/8 Kameraden als Berufswehr erklärt und 1947 wieder in eine Freiwillige Feuerwehr umgewandelt. 

Wehrleiter wurde Brandmeister Erich Raekow, stellv. Wehrleiter Brandmeister Erich Müller, Kamerad Fritz Kramme wurde zum Schriftführer ernannt. Ferner wurden von da ab wieder alle drei Sirenen in Betrieb genommen. Im März 1949 übernahm den Posten des stellv. Wehrleiters der Kam. Max Rosin. Die Wehr von Birkenwerder war überall zur Stelle, wo Not und Gefahr war. 

Im September 1949 traten zur Verstärkung der Wehr geschlossen die Kollegen des Elektrizitäts- und Wasserwerkes der Feuerwehr bei. 

Zum 50. Bestehen der FFw Birkenwerder wurde den Kameraden vom Landkreisamt Bernau Dank und Anerkennung für ihre Einsatzbereitschaft und ihr stets schnelles Eintreffen am Brandort ausgesprochen. 

Im November 1953 erhielt die Wehr ein genormtes Löschfahrzeug aus der volkseigenen Industrie, ein LF 8 (Phänomen).  

 

Im Mai 1954 war die Wehr, zusammen mit den Feuerwehren Bergfelde, Hohen Neuendorf, Borgsdorf und der Berufsfeuerwehr Oranienburg beim Großbrand der Möbelfabrik „Heim & Gerken" im Einsatz.

Um Brände möglichst zu verhüten, wurden die ersten Hausbrandschutzkontrollen durchgeführt. 1955, 600 Jahrfeier in Birkenwerder. Auch die Feuerwehr war daran beteiligt, mit Umzug und Kameradschaftsabend. Anfang 1956 wurde der Kam. Max Rosin zum Wehrleiter ernannt.  

Am 6.3.1960 bekämpft die Wehr, gemeinsam mit den Feuerwehren aus Borgsdorf, Bergfelde, Hohen Neuendorf und der Berufswehr Oranienburg einen Großbrand bei der DHZ Chemie in Borgsdorf. Der Wunsch nach einem zweiten Fahrzeug wurde gestellt. Auch personelle Probleme standen zur Debatte. Kam. Rosin äußerte den Wunsch, als Wehrleiter entlastet zu werden. Der Wehr gehörten zum Zeitpunkt 32 Kameraden an.  

Im November 1961 erfolgte die Bildung einer neuen Wehrleitung. Ein junger Oberfeuerwehrmann, Kam. Dieter Woitczick, nahm den Posten des Wehrleiters an, Kam. Ermer wurde Leiter Aus- und Weiterbildung und Kam. Lempke Leiter Vorbeugender Brandschutz. Die Mittel zu Beschaffung eines zweiten Fahrzeuges wurden von der Gemeinde bereitgestellt. Eine Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer" wurde gebildet. 

Im Oktober 1963 wurde der mit viel Arbeit aufgebaute 2. Wagen übergeben. Wir nannten ihn liebevoll „Hifi" (Hilfslöschfahrzeug mit TSA).  

 

 

 

 

 

 

 

Schon nach vier Jahren machte sich eine Neubesetzung der Stellv. des Wehrleiters notwendig. Kam. Horst Schonack wurde als Leiter Aus- und Weiterbildung und Kam. Lothar Schrape als Leiter Vorbeugender Brandschutz eingesetzt. Kam. Simon übernahm die AG „Junge Brandschutzhelfer". Die Stärke der Wehr betrug jetzt 40 Kameraden.

Am 5. Januar 1967 erhielt die Wehr ein altes aber modernes Löschfahrzeug, ein LF 15. Unserer Wehr standen nun zwei genormte Löschfahrzeuge, ein LF 15 und LF 8 zur Verfügung. Doch haben wir, wie auch schon unsere Kameraden vor 35 Jahren, Probleme mit den Sirenen. Um weiterhin den Brandschutz zu gewährleisten, wird die „stille Alarmierung" eingeführt. Bei Ausfall der Sirenen hat laut Plan telefonische und personelle Verständigung zu erfolgen. Die ersten schweren Atemschutzgeräte (SSG) kamen in die Wehr.

Als Ausdruck ihrer Verdienste werden laut Beschluss der Dienstversammlung am 2.6.1967 die Kam. Max Rosin, Erich Raekow, Ernst Giese, Erich Litzba und Fritz Lempke zu Ehrenmitgliedern der freiwilligen Feuerwehr Birkenwerder ernannt.  

Ende 1968 übernimmt der Kam. Wolfgang Urbach die Funktion des Stellv. für Vorbeugenden Brandschutz und löst damit den Kam. Lothar Schrape ab. 

Für gute Arbeit und Einsatzbereitschaft wird der Wehr im Oktober 1970 die „Leistungsstufe III" verliehen. Am Ende des Jahres 1970 betrug die Stärke der Wehr 48 Kameraden.  

Am 5. September 1975 begeht die FFw Birkenwerder ihr 75-jähriges Bestehen. Umzug mit alter und neuer Technik, eine Großübung an der Schule wurde gezeigt, am Abend Festveranstaltung im „Seeschlösschen" mit Gästen aus den Nachbarwehren. Mehrere Kameraden konnten für ihre gezeigten Leistungen befördert und für treue Dienste in der Feuerwehr ausgezeichnet werden, so wurden u.a. die Kam. Horst Schonack, Wolfgang Urbach, Werner Simon, Willi Pahl sowie die Kam. Grothe, Wiediger, Kümmel, Witte und Roland Rogge geehrt. Am Ende des Jahres 1975 betrug die Stärke der Wehr 56 Kameraden. 

Am 5.März 1979 erhielt die Wehr ein Tanklösch¬fahrzeug TLF 15, es war zwar nicht das „Modernste" aber für unsere Einsätze voll geeignet. 

Zwei Monate später konnten wir voller Stolz ein nagelneues Löschfahrzeug Lkw LF 8 mit STA in Empfang nehmen. Mit der Übergabe dieses neuen Fahrzeuges mussten wir leider das LF 15 abgeben. Die Wehr verfügte nunmehr über 3 einsatzfähige Fahrzeuge, ein TLF 15, ein Lkw-LF 8 mit STA und ein LF 8. 

 

 

 

1980 begeht die FFw Birkenwerder ihr 80-jähriges Jubiläum. Die Wehr erkämpft zum ersten Mal den Titel „Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr". Die Wehr hat ihre Sollstärke von 60 Kameraden erreicht und hat erstmals 6 Frauen in ihren Reihen. Mit der zur Verfügung stehenden Technik nimmt der überörtliche Einsatz zu. In den vergangenen 10 Jahren stehen 293 Einsätze zu Buche, davon 53 Einsätze, die unmittelbar mit Feuer zu tun hatten, wovon 6 Brände erwähnenswert sind.  

Am 21.3.1972 brannte eine Produktionshalle im Holzbaukombinat Hennigsdorf, am 2. und 3.7.1976 Waldbrand im Märkisch-Buchholz. Ursache Munition aus dem 2.Weltkrieg, am 28.4.1978 Dachstuhlbrand im Schwesternwohnheim Orthopädische Klinik in Birkenwerder, am 30.5.1978 Barackenbrand beim Kraftverkehr Oranienburg, am 28.6.1979 Barackenbrand Holzhandel Krause in Veiten, am 17-19.5.1980 Waldbrand an der Autobahntrasse (Güst) Stolpe-Süd. Der Kameradenbestand erhöhte sich in den Jahren 1981/82 auf 65 Kameraden. 

Die Einsätze wurden in den letzten Jahren immer mehr. Die Flächen und Waldbrände, auch überörtlich, nehmen zu. Am 30. April 1984 bekommen wir einen Tanker W 50, ein TLF 16.  

 

 

 

 

 

 

 

Im Herbst 1984 beginnt der Um- und Ausbau der Wohnung der FFw zu einem Kultur- und Schulungsraum. Damit geht ein lang gehegter Wunsch der Kameraden in Erfüllung. Aus den Einsatztagebüchern ist zu erfahren, dass die Wehr in den letzten 5 Jahren zu insgesamt 178 Einsätzen alarmiert wurde. Am Ende des Jahres 1985 besteht die Wehr aus 66 Kameraden, darunter 5 Frauen.  

Im Oktober 1986 konnte die FFw Birkenwerder wie der mit dem Titel „Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr" gewürdigt werden - und das zum dritten Mal. Am 21. November 1986 fand im Mehrzweckgebäude der Pestalozzi-Oberschule von Birkenwerder die Festveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens der AG „Junge Brandschutzhelfer" statt. Von 1969 bis 1986 konnten 20 Kameraden in die FFw übernommen werden. Das beweist die gute Arbeit des Leiters der AG, des Kam. Werner Simon. Im Laufe des Jahres 1986 wurde die Wehr 58 Mal alarmiert.Erstmals feiern die Kameradinnen den Frauentag.  

Am 1.9.1987 bittet der Wehrleiter Brandinspektor Dieter Woiczick den Bürgermeister der Gemeinde Birkenwerder eine Entlastung und Umbesetzung der Leitung der Freiwilligen Feuerwehr vorzunehmen. Um Entlastung bitten der Wehrleiter Dieter Woitczick und seine Stellvertreter Horst Schonack und Hermann Krumnow. 

Für die Neubesetzung der einzelnen Funktionen in die Leitung der FFw stehen zur Verfügung: Unterbrandmeister Winfried Pahl, Unterbrandmeister Bernd Sydow, Löschmeister Jörg Behrend sowie Unterbrandmeister Klaus Günter Schnur. 

Am 2. Oktober 1987 erhält die alte Leitung ihre Entlastung und die neue Leitung wird mit den schon genannten Kameraden besetzt. Von 1987 bis 1990 stehen 158 Einsätze zu Buche, darunter mehrere Großbrände und Verkehrsunfälle, alle überörtlich. 

Der Titel „Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr" wurde 1989 verteidigt. 

 

 

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Birkenwerder von 1990 bis Heute

Durch die Öffnung der Grenzen konnten wir Kontakt mit einer Freiwilligen Feuerwehr in Schleswig-Holstein aufnehmen. Die Kameraden der FFw Ellingstedt luden uns zum 10-km-Feuerwehrmasch im Mai 1990 nach Schleswig-Holstein ein. 

Am 9.10.1990 wird Kamerad Günter Rogge für 40 Jahre Mitgliedschaft in der FFw geehrt. 1990 betrug die Stärke der Wehr 53 Kameradinnen und Kameraden. Die Ende 1990 ausgearbeitete Satzung der Freiwilligen Feuerwehr Birkenwerder trat mit Wirkung vom 1. Januar 1991 in Kraft. Am 2. April 1991 wird der Kam. Willi Pahl für 50 Jahre in der Feuerwehr von der Wehrleitung und der Gemeinde geehrt. 

Am 5.Juli 1991 fand die Gründung der Jugendfeuerwehr Birkenwerder statt.  

In der Dienstversammlung am 20. September 1991 wurden folgende Kameraden als Ehrenmitglieder in der Ehrenabteilung der FFw aufgenommen: Otto Braun, Franz Heidrich, Hermann Krumnow, Willi Pahl, Horst Schonack, Udo Schakat und Dieter Woitczick. Der Rüstwagen W 50 HRW l wurde am 22.September 1991 einsatzfähig und feierlich der FFw Birkenwerder übergeben. 1991 werden 88 Einsätze registriert und 187 Brandschutzkontrollen in der Gemeinde Birkenwerder durchgeführt. Eine Neubesetzung der Wehrleitung macht sich erforderlich. Die Kam. Jörg Behrend, Winfried Pahl und Bernd Sydow geben ihre Funktion zurück. 

 

 

Am 7. Mai 1992 wird der Kamerad Klaus Günther Schnur zum Wehrführer und die Kameraden Joachim Grothe und Jürgen Schonack zu seinen Stellvertretern berufen.

Vom 30. Juni 1992 bis 5. Juli 1992 kam es Summt zum größten Waldbrand in der Geschichte des Kreises Oranienburg. In Summt leisteten die Kameraden unserer Wehr 2160 Einsatzstunden. Am 28. Juli 1992 brennt in Stolpe Süd das Jugendclubhaus. Am 26 August 1992 - Brand im Sozialgebäude der Fertigbau GmbH (ehemals Sägewerrk). Am 26. September 1992 brannte die Baracke 39 in der Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen. Weitere 164 Einsätze stehen im Einsatztagebuch. Ab Januar 1993 übernimmt Kamerad Gerwinat die Jugendfeuerwehr . 

Ein Sturm mit Windstärke 10-11 tobte am 24.01.1993 über Birkenwerder hinweg. Die FFw war 2 Tage im Einsatz und beseitigte Sturmschäden. 

Im Februar 1993 werden die Kameraden Herrmann Krumnow und Werner Simon für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr geehrt. „Birkes" Feuerwehrkameraden freuten sich mit ihren Gästen über ein neues Tanklöschfahrzeug. Am 17. April 1993 war die Taufe eines Tanklöschfahrzeuges mit 6000 Litern Fassungsvermögen, welches die Birkenwerder Feuerwehr aus alten NVA-Beständen erhalten hatte. 

Am 24.09.1993 wird Kamerad Simon Ehrenmitglied der FFw. Insgesamt wurden 1993 212 Einsätze gefahren, mit zusammen 4802 Einsatzstunden. Von der Brandschutzgruppe wurden 172 Kontrollen durchgeführt.  

Der Klubraum und Flur wird renoviert, Holzdecken eingezogen, Malerarbeiten durchgeführt und neue Lampen installiert. Wir erhielten neue Tische und Stühle.  

1994 wurden wir 130-mal alarmiert. Zum Jahresende erhält die Wehr kostenlos ein Fahrzeug (Hubsteiger) MPT 27 vom Brandenburgischen Autobahnamt.  

Die Freiwillige Feuerwehr Birkenwerder verfügt am Ende 1994 über:

  • 1 Tanklöschfahrzeug TLF 16
  • 1 Tanklöschfahrzeug TLF 32
  • 1 LKW-LF 8-STA
  • 1 Rüstwagen W50 HRW1
  • 1 Hubsteiger MPT 27 und
  • 1 Löschfahrzeug LF 8 mit TS 8 (Baujahr 1948) 

Die Personalstärke beträgt 58 Kameradinnen und Kameraden.  

 

 

In der Zusammenfassung der letzten fünf Jahre ist folgendes vermerkt:

Die Wehr rückte danach zu 661 Einsätzen aus. Ein Großteil nimmt dabei die Bekämpfung von Bränden an fremdem und privatem Hauseigentum, die Waldbrandbekämpfung, die Beseitigung von Gefahrgut sowie die Hilfe und Rettung von Personen im Unfallgeschehen mit erheblichem Sachschaden ein. Die Brandschutzgruppe, mit relativ wenig Kameraden besetzt, hat in ihrer Tätigkeit 1345 Kontrollen durchgeführt. 

Anlässlich des 95-jährigen Bestehen der Wehr erfolgte die Übergabe eines Einsatzleitwagens (ELW2).  

Ein großer Festumzug und ein umfangreiches Festprogramm waren Höhepunkte des Ereignisses zur Freude aller, die an diesen Tagen daran teilgenommen und sich vergnügt haben. 

Auch der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Dr. Manfred Stolpe gab sich die Ehre und würdigte die hervorragende Arbeit aller Brandschutzorgane im Lande. 

 

 

 

Im Jahre 1997 erhielt die Freiwillige Feuerwehr ein Löschfahrzeug TLF 6000 und im Januar 1998 ein Löschfahrzeug LF 16/12 mit Hilfeleistungssatz. Somit verfügt die FFw Birkenwerder am Ende 1999 über einen Fahrzeugbestand von:

  • 1 Tanklöschfahrzeug TLF 6000 Scania H93 mit Rosenbauer Aufbau
  • 1 Tanklöschfahrzeug TLF 32 Tatra 2 -148
  • 1 LF 16/12 MB1224 mit Hilfeleistungssatz, Aufbau Schlingmann
  • 1 Hubsteiger MPT 27, Tatra 813
  • 1 Einsatzleitwagen ELW2 MB 208 Sprinter
  • 1 Motorrad TS150
  • 1 Löschfahrzeug LF 8 (K27, Baujahr 1948) mit TS8 

 

 

 

Die Freiwillige Feuerwehr Birkenwerder hat inzwischen einen Personalbestand von 100 Kameraden, davon sind:

  • 48 Kameraden im aktiven Dienst
  • 6 Kameraden in der Brandschutzgruppe
  • 29 Kameraden in der Jugendfeuerwehr und
  • 17 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung tätig.  

 

 

 

 

 

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